STROH – ALTER BAUSTOFF IN NEUEN EHREN

Der Strohballenbau kommt aus den USA und entwickelte sich dort im 19. Jahrhundert aufgrund von Holzmangel. Heute stehen mehr die bauphysikalischen Eigenschaften des Materials im Vordergrund. Strohballen werden heute meist als wandbildender Dämmstoff in Holzständerkonstruktionen verwendet. Der Lehmverputz kann direkt in die Oberfläche der Strohballen eingearbeitet werden. Stroh ist ein guter Naturdämmstoff. Die gemessene Wärmeleitfähigkeit (Lambda10, tr) beträgt 0,038–0,067 W/mK. Damit ist die wärmedämmende Wirkung ähnlich wie die herkömmlicher Dämmstoffe. Der Lehmverputz gleicht Feuchtigkeit aus, die große Masse und die hohe Dämmwirkung verhindern starke Temperaturschwankungen. Stroh und der hautfreundliche, reizmildernde Lehm sind schimmelresistent, frei von Schadstoffen und haben kein bekanntes allergenes Potenzial. Strohwände halten zudem Außenlärm fern und schirmen sehr gut gegen die permanente Elektrosmog-Belastung ab. Stroh ist ein nachwachsender Rohstoff und benötigt keine energieintensive Verarbeitung. Die Herstellung der Strohballen für den Hausbau erfolgt mit landwirtschaftlichen Ballenpressen. Die Ballen enthalten ausschließlich Stroh und die für den Zusammenhalt erforderlichen Bindeschnüre, keine weiteren Zusätze.

 

Baustoff Stroh

Niedrigstenergiehaus in Dross, NÖ

 

Niedrigstenergiehaus in Dross, NÖ

Geschichte: Der Strohballenbau kommt aus den USA, wo im 19. Jahrhundert in Nebraska, einem Gebiet mit riesigen Getreidefeldern, die ersten Strohballenhäuser entstanden. Ursprünglich verwendete man Stroh aufgrund von Holzmangel, heute stehen mehr die bauphysikalischen Eigenschaften des Materials im Vordergrund, weshalb Stroh aktuell eine Renaissance erlebt. In Europa hat der Strohballenbau inzwischen insbesondere in Dänemark, Holland, Frankreich, Belgien, Italien, Portugal, Spanien, Ungarn, Slowenien, Tschechien und Österreich Fuß gefasst.

Bauweisen: Strohballen können als lasttragende Materialien dienen, werden aber meist als wandbildender Dämmstoff in Holzständerkonstruktionen verwendet. Der Lehmverputz kann direkt in die Oberfläche der Strohballen eingearbeitet werden.

Wärmeverhalten und Wärmeschutz: Stroh ist ein guter Naturdämmstoff. Die gemessene Wärmeleitfähigkeit (Lambda10, tr) beträgt 0,038–0,067 W/mK. Damit ist die wärmedämmende Wirkung ähnlich wie die herkömmlicher Dämmstoffe.

Luftdichte und Feuchteschutz: Lehmverputzte Strohwände gleichen Feuchtigkeit in der Raumluft so aus, dass diese immer im physiologisch optimalen Bereich bleibt. Die große Masse und die hohe Dämmwirkung verhindern starke Temperaturschwankungen.

Schimmelfestigkeit: Fachgerecht verbaute Strohballen weisen eine große Schimmelresistenz auf. Stroh und der hautfreundliche, reizmildernde Lehm sind frei von Schadstoffen und haben kein bekanntes allergenes Potenzial.

Lärmschutz: Strohwände halten auch Außenlärm fern und schirmen sehr gut gegen die permanente Elektrosmog-Belastung ab.

Nachhaltigkeit: Stroh ist ein nachwachsender Rohstoff und benötigt keine energieintensive Verarbeitung. Die Herstellung der Strohballen für den Hausbau erfolgt mit landwirtschaftlichen Ballenpressen. Die Ballen enthalten ausschließlich Stroh und die für den Zusammenhalt erforderlichen Bindeschnüre, keine weiteren Zusätze.

 

 

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